Wie das Schloss katholisch wurde?

Vor 200 Jahren (1814) wurde die Schlosskapelle erstmals als Besitz der kath. Kirchenstiftung erwähnt.  Die gesamte Schlossanlage kam später durch Kauf und Schenkung aus Privatbesitz hinzu. Bis heute ist die katholische Kirchenstiftung Eigentümerin des denkmalgeschützten ehemaligen Wasserschlosses. 

Umbau zur Kapelle 1913

Vor 100 Jahren (1913/14) wurde die Kapelle in der jetzigen Form umgebaut; die Erkeröffnung im Chorraum wurde zugemauert. 1958 wurde Erlach wieder zur Pfarrei erhoben. Dazu hatten die Fürsten von Schwarzenberg, die bis vor kurzem noch das Patronatsrecht für unsere Pfarrei hielten, durch eine größere Spende an die Diözese Würzburg beigetragen.
Bis zum wohl vorläufig letzten Erlacher Pfarrer, R. Hörnig, 1980, haben sich laut einer in Kaltensondheim geführten Chronik 96 Priester um die Erlacher bemüht. Die letzte Primiz von dem Benediktinerpater Ingbert Klinger OSB fand 1959 in der Schlosskapelle statt. Dafür erstrahlte die Kapelle nach umfangreichen Malerarbeiten, der Herausnahme der Kanzel und der Stiftung einiger Figuren in neuem Glanz.

Frischer Wind für die Pfarrgemeinde durch das Konzil

Nicht nur äußerlich hat das vor 50 Jahren tagende 2. Vatikanische Konzil einiges verändert, auch das Gemeindeleben wurde durch die aktive Mitarbeit der Laien in Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung aktiviert. 1967 wurden die Kommunionbänke herausgenommen und ein Jahr später ein Volksaltar errichtet. Mit viel Eigenarbeit der Gemeindemitglieder wurde das Schlossdach neu gedeckt, neue Kirchenbänke (1979) beschafft und gegenüber der Sakristei Toiletten eingebaut. 1992 fand die letzte größere Sanierung der Schlosskapelle statt.

Renovierungen seit 2000

Im Jahr 2002 wurden wiederum mit viel Eigeninitiative der Pfarrsaal inkl. Kleinküche, sowie Jugendräume im Schloss eingerichtet. Beide Räume werden rege genutzt, z.B. von der Jugend, einer Krabbelgruppe, dem ökumenischen Singkreis, für Sitzungen von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, sowie für das pfarreiliche Leben (Osterfrühstück, Helferessen, Pfarrversammlung, Empfang von Wallfahrern, …). Der Schlossgraben wird ebenfalls regelmäßig durch die Erlacher Vereine für Feste und Feiern, sowie für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Schließlich konnte im Jahr 2007 mit Unterstützung der Diözese Würzburg, des Landes für Denkmalschutz und zahlreicher privater Spender der Erker an der Südwestseite des Schlosses saniert werden. 2009 schließlich wurde die Schlosswohnung generalsaniert. Im gleichen Jahr schlossen sich die Pfarreien Frickenhausen, Erlach, Zeubelried und Kaltensondheim zur Pfarreiengemeinschaft Emmaus zusammen.

2014 Renovierung des Turmzimmers in der Wohnung
2014 Baumpflegearbeiten Schlossgarten
2016 Sanierung der Brücke
2017 Drainagearbeiten im Schlossgarten
2017 Sanierung der Sakristei
2019 Sanierung der Schlossmauer im Osten zwischen Treppenaufgang und Bühne